Charakteristisches für das Symbolon-Institut

Ausbildungsinstitute für Gestalttherapie können trotz grundlegender Gemeinsamkeiten in verschiedener Hinsicht ein ganz eigenständiges Gepräge haben. Im folgenden ersehen
Sie einige Punkte, die Ihnen einen Eindruck davon geben, was für unser Institut charakteristisch ist.

 

Bewährtes, differenziertes Ausbildungskonzept mit dichter Theorie-Praxis-Integration

 

Wir arbeiten nach einem bewährten Ausbildungskonzept, das sich durch eine dichte Integration von Theorie, Praxis und Eigenerfahrung auszeichnet. Die ersten Monate der Ausbildung sind der Eigenerfahrung gewidmet. Ab dem 8. Ausbildungs-wochenende erhält jedes Wochenend-Seminar einen bestimmten thematischen Schwerpunkt, z.B. „Ausweitung von Bewusstheit“. Die Gruppen-Selbsterfahrung läuft aber auch dann noch kontinuierlich weiter bis ins 4. Ausbildungsjahr, nur werden dann die ablaufenden Prozesse unter dem jeweiligen Schwerpunkt-Thema reflektiert.

Gruppe Sand Die therapeutische Anwendung wird in einem regen Wechsel zwischen Groß- und Kleingruppenarbeit trainiert. Die Reflexion der ablaufenden Prozesse wird unterstützt durch detaillierte Besprechung der therapeutischen Einzelarbeiten hinsichtlich Fragestellungen wie Vermeidungsmechanismen, therapeutische Interventionen sowie Mikro-Lernen anhand von Videoaufnahmen, durch gezielte Übungen und durch Beobachtungsaufgaben.

Die Vermittlung therapeutischer Kenntnisse und Fähigkeiten erfolgt so besonders praxisnah und effizient. Das Gelernte kann gut umgesetzt und situationsgemäß eingesetzt werden. Dieser ganzheitliche Lernansatz ist ein Spezifikum unseres Konzeptes, das wesentlich zum Erfolg unserer Ausbildungsgänge beiträgt. Ist es doch gerade in der Arbeit mit Menschen von zentraler Bedeutung, dass Ausbildungsinhalte integriert werden und die Ausbildung personaler Kompetenzen entsprechend berücksichtigt wird.
Kleingruppe Die breite Grundlegung unserer Ausbildung ermöglicht zusätzlich zu den spezifisch therapeutischen Qualifikationen die Entwicklung zentraler personaler und fachlicher Kompetenzen, die in einer Vielzahl von Bereichen als Schlüsselqualifikationen angesehen werden.

Durch den hohen Anteil an Eigenerfahrung erhält auch die persönliche Entwicklung wertvolle Impulse. Innere Konflikte und automatisierte Erlebens- und Verhaltensmuster, die Ihre Lebensqualität beeinträchtigen, werden nach und nach gelöst. Ihr Erlebens- und Handlungsspielraum erweitert sich und mehr Lebendigkeit, Lebensfreude und Klarheit stellen sich ein.


Erfahrenes und vielfältiges Ausbilderteam

Das Ausbilderteam des Symbolon-Instituts umfasst derzeit 18 AusbilderInnen aus dem In-und Ausland, die über ausgezeichnete fachliche und didaktische Kenntnisse und weitreichende Praxiserfahrungen verfügen.

Zu Beginn wird die Ausbildungsgruppe hauptsächlich von einem Ausbilder/einer Ausbilderin geleitet, der die Ausbildungsgruppe über die gesamte Ausbildungszeit als BezugsausbilderIn begleitet. Im weiteren Verlauf kommen zunehmend andere AusbilderInnen hinzu, die sich mit ihrer eigenen Persönlichkeit und ihrem spezifischen Wissen und Können einbringen. So können die AusbildungsteilnehmerInnen verschiedene therapeutische Stile und Vorgehensweisen kennenlernen und reichere Anregungen für ihre persönliche Entwicklung und die Entwicklung ihres eigenen Therapiestils erhalten. Durch die BezugsausbilderInnen bleibt dennoch gute Kontinuität und Bezug gewahrt.



Kontinuierliche Weiterentwicklung der theoretischen Grundlagen und des Ausbildungskonzepts

Die Begründer der Gestalttherapie, Fritz und Laura Perls sowie Paul Goodman haben mit der Gestalttherapie kein fertig abgeschlossenes psychotherapeutisches System hinterlassen, sondern wegweisende Grundlinien gelegt.

 

In den folgenden Jahrzehnten wurden die theoretischen Grundlagen der Gestalttherapie zunehmend differenziert, systematisiert und um bedeutende Aspekte erweitert.

Das Symbolon-Institut knüpft an die aktuelle Theorieentwicklung in der Gestalttherapie an. Schwerpunktsetzungen des Instituts liegen u.a. auf folgenden Gebieten:

Ausbilder in GruppeGestalttheorie
So haben wir z.B. zum „Vater des Gestaltgedankens“, Christian von Ehrenfels, eingehende historische und konzeptionelle Feldforschung durchgeführt, die gegenwärtig in einer Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg fortgeführt wird.


Philosophie der Beziehung
Zu diesen historischen Wurzeln der Gestalttherapie gehört auch Martin Buber mit seiner Philosophie der Beziehung. Die Beschäftigung mit diesen geistigen Grundlagen hatte einen Höhepunkt in der Begegnung von Georg Meier mit Frau Agassi-Buber, der Enkelin Martin Bubers 1997 in Herzlia bei Tel Aviv. Anhand einer bevorstehenden Veröffentlichung der Schriften Martin Bubers im Bereich der Psychotherapie fand dabei ein konstruktiver Austausch statt.


Phänomenologische Begründung der Gestalttherapie
Hier wurden wichtige Präzisierungen vorgenommen, die in einem spezifischen Seminar erarbeitet werden

 

Georg Meier, Gründer und Leiter des Instituts
Georg Meier,
Gründer und Leiter des Instituts



Therapeutische Wirkfaktoren und Prozessmodelle in der Gestalttherapie

Hierdurch erhält vor allem die praktische Gestaltarbeit eine wichtige Fundierung.

Die MitarbeiterInnen des Instituts bringen darüber hinaus ihre eigene Theorieentwicklung in den Diskurs und in die Ausbildung ein.


Qualitätssicherung im Sinne des Gestaltansatzes
Übermäßige Leistungsorientierung, Perfektionismus, Normierung und die einseitige Orientierung an gesellschaftlichen Standards stehen im Widerspruch zur gestaltischen Haltung. Dem Gestaltgedanken entspricht vielmehr, den Einzelnen in seiner Individualität und seinen Entwicklungspotentialen zu sehen und in seiner persönlichen und fachlichen Entwicklung adäquat zu fördern.

Wir achten bewusst darauf, dass die TeilnehmerInnen ausgeprägte Motivation für die Arbeit an sich selbst und für die Aneignung von therapeutischem Wissen und Können mitbringen. Die Eigenmotivation der TeilnehmerInnen, die Effizienz der Vorgehensweise und der persönliche Kontakt zwischen AusbildungsteilnehmerInnen und Institutsleitung ermöglichen, dass keine „Verschulung“ der Ausbildung und keine bürokratischen Strukturen entstehen müssen, sondern vielmehr Lernen im Sinne des Gestaltansatzes stattfinden kann.

Die Erreichung der Ausbildungsziele wird gewährleistet durch die intensive Begleitung der TeilnehmerInnen durch Leitung und AusbilderInnen während der Ausbildung und die praxisnahe Zwischen- und Abschlussprüfung.

Viktoria Jellosuchek-Linn,
sie hat die Entwicklung des Symbolon-Instituts
in hohem Maße mitgeprägt

 

 

Neutralität und Unabhängigkeit
Wir halten Neutralität gegenüber allen parteipolitischen, staatlichen, weltanschaulichen und religiösen Organisationen und Bewegungen und wissen uns wissenschaftlichen Zielsetzungen verpflichtet. Da wir von keiner Seite Zuschüsse oder Spenden erhalten, sondern uns ausschließlich durch die Ausbildungsgebühren der Teilnehmer finanzieren, ist völlige Unabhängigkeit gewährleistet. Bei allem Freisein von Dogmen und Ideologien haben wir doch ein klares Menschenbild, das bereits im Ab­schnitt „Gestalttherapie“ skizziert wurde. Innerhalb der Therapie-Landschaft ist es der Humanistischen Psychologie zuzuordnen. Die Mitgliedschaft des Symbolon-Instituts in der Martin Buber-Gesellschaft weist noch spezifischer auf unsere dialogische Orientierung hin.

Burg Wahrberg
Burg Wahrberg, eines der Tagungshäuser des Instituts



Fortlaufende Ausgabe von Skripten
Vom 8. Ausbildungsmonat ab werden zu den Wochenendseminaren Skripte mit z.T. beachtlichem Umfang ausgegeben. Dadurch erhalten die AusbildungsteilnehmerInnen eine systematischere Darstellung der Thematik und es ist möglich, die Theoriereflexion am aktuell erlebten Prozess in der Gruppe anzugehen, statt allzu sehr auf Systematik der Informationsvermittlung bedacht sein zu müssen; dieses Vorgehen ist lebendiger und lernintensiver, so steht auch mehr Zeit für die Gruppenarbeit zur Verfügung. Die Gruppenmitglieder können sich darüber hinaus mit Hilfe der Skripten eingehend in der Vor- und Nacharbeit mit der Thematik beschäftigen. Auch für die ergänzende Erarbeitung in den Kleingruppen bilden die Skripte eine wichtige Grundlage. Die angegebenen Literaturhinweise ermöglichen eine weitere Vertiefung.

Seminarhäuser in Naturumgebung
Unsere Seminarhäuser liegen meist in reizvoller Umgebung, so dass neben der Gruppenarbeit auch die Möglichkeit zur Erholung gegeben ist.

Die AusbildungsteilnehmerInnen übernachten während der Wochenenden gemeinsam in den Tagungshäusern und verpflegen sich in der Regel selbst. Dieses Setting ermöglicht es, auch die Gruppenprozesse außerhalb der Sitzungen in die Gruppenarbeit einzubeziehen, was einen Gewinn an Realitätsnähe und Intensität bedeutet. Außerdem ist die Unterkunft auf diese Weise recht preisgünstig.

 

Gruppenraum des Tagungshauses Langenthal



Weihersmühle
Das Seminarhaus Weihersmühle

 

Längere Seminare finden teilweise auch an schönen Plätzen im Ausland, in den Bergen oder am Meer statt (Kroatien, Griechenland, Portugal, Toskana). Diese Angebote bilden eine beliebte Abwechslung im Ausbildungsverlauf. Auch kann ein solcher Ortswechsel den Teilnehmerinnen und Teilnehmern helfen, aus dem familiären und kulturellen Verflochtensein mit der Umgebung herauszutreten, so dass die Situation klarer gesehen werden kann.